Managementkommentar Juli 2019

Der positive Börsentrend verhalf im Juli dem Sondervermögen „Multifaktor Aktien Global“ eine erfreuliche Wertsteigerung von 2,01% zu erreichen. Wie auch in den letzten Monaten bildeten die US-amerikanischen Teilportfolios – mit den Schwerpunkten Free Cash Flow und Value – die tragende Säule der positiven Performance. Zum einen geschah dies aufgrund einer hohen Gewichtung (rund 60%) der US-Aktien im Fondsportfolio, zum anderen erzielte die US-Titelauswahl eine Outperformance zum S&P 500 Index. Der Fonds profitierte in der Berichtsperiode außerdem von der US-Dollar Stärke.

Zu den Top-Performern des Monats gehörten Western Digital Corp. (+27,0%), Tokyo Electron Ltd. (+24,1%) und Alliance Data Systems Corp. (+14,9%). Die Schlusslichter bildeten Enagas S.A. (-20,4%), Pfizer Inc. (-10,7%) und Electronic Arts Inc. (-10,7%).     

Märkte im Überblick

Bis 29. Juli sah es ganz gut aus an den Börsen. Aber dann kam - insbesondere in Deutschland - Panik auf, so dass der DAX den Monat mit einem Minus von 1,7% schloss. Der Eurostoxx50 verlor dagegen nur 0,2%. Seit Jahresbeginn liegen die beiden Indizes nun mit gut 15% fast gleichauf.

Immer deutlicher wird, dass trotz der Geldspritzen der Zentralbanken, die reale Wirtschaft weltweit lahmt. Das durch kurzfristige Launen des US-Präsidenten zerstörte Vertrauen in existierende Verträge und die permanente Androhung neuer Strafzölle, wenn Länder sich nicht nach den Wünschen des Herrn Trump richten, verhindern eine langfristige Planung. Dadurch werden Handelsströme und Lieferketten zerstört und Investitionen zurückgestellt. Der bevorstehende Brexit verschärft diese Situation in Europa zusätzlich. 

Besonders betroffen davon ist die deutsche Wirtschaft, deren Modell mehr als in anderen Länder vom florierenden Export abhängt. Die Schwäche der Industrie-konjunktur, die sich schon lange bei den rückläufigen Auftragseingängen zeigte, setzte sich im 2. Quartal auch im Dienstleistungssektor und im Handel fest. Lediglich der Bau brummt weiter, so dass dieser Sektor der einzige Lichtblick im zuletzt veröffentlichten IFO-Konjunkturbericht war.