Managementkommentar Dezember 2019

Das Sondervermögen „Multifaktor Aktien Global“ hat im Börsenjahr 2019 eine Wertsteigerung von 18,4 % (inkl. Ausschüttung) erreicht. In den vergangenen zwölf Monaten setzte sich an den internationalen Börsenplätzen ein Trend fort, indem die sogenannten „Growth“-Aktien, d.h. relativ teure Titel mit (zumindest nach der Durchschnittsmeinung der Marktteilnehmer) guten Gewinnwachstumschancen, besser gelaufen sind, als die „Value“-Aktien, d.h. eher unterbewertete Titel. Langfristig gesehen weist allerdings laut Kapitalmarktstudien der Value-Ansatz gegenüber dem Growth-Stil Outperformance auf. Der Multifaktor-Ansatz des Sondervermögens ermöglicht es die Auswirkungen der vorübergehenden Underperformance-Phasen einzelner Faktoren zu begrenzen.

Zu den Top-Performern des Jahres 2019 gehörten Target Corp.  (+99,2%) des US-Value Teilportfolios, Tokyo Electron Ltd. (+91,9%) des Japan FCF-Teilportfolios und Xerox Holdings Corp. (+87,5%) des US-Value Teilportfolios. Die Schlusslichter bildeten Macy's, Inc. (-44,2%) des US-Value Teilportfolios, Gap Inc. (-31,8%) des US-Value Teilportfolios und Konica Minolta Inc. (-28,1%) des Japan Value-Teilportfolios.     

Märkte im Überblick

2019 war ein gutes Börsenjahr. Trotz mehrfacher Revisionen des Wirtschaftswachstums nach unten, legten die meisten Märkte mit nur kurzen Unterbrechungen zu. Der US-Markt schaffte sogar ein neues Allzeithoch und zog damit den Weltindex, in dem dieser ein Gewicht von mehr als 60% hat, mit nach oben.

Dabei sah die wirtschaftliche Situation alles andere als rosig aus. Angesichts des ausufernden Handelskonflikts zwischen China und den USA und des unsäglichen Brexit-Dramas wurden die Investitionspläne weltweit zusammengestrichen. Der Industriesektor tauchte im Zuge des aggressiven Protektionismus der USA weltweit in die Rezession ab. Die Frage war: Werden auch der Dienstleistungssektor und die Verbraucher negativ betroffen?

Gerettet haben die Party an den Finanzmärkten einmal mehr die Zentralbanken. Die US-Notenbank änderte ihren restriktiven Kurs trotz der niedrigsten Arbeitslosigkeit der letzten 50 Jahre und Mario Draghi nutzte seine letzten Amtswochen, um den Kurs der umstrittenen negativen Zinsen in der Eurozone noch einmal zu verschärfen und ein neues Anleihe-Aufkaufprogramm aufzulegen. Im Sog des billigen Geldes zogen die Aktienmärkte weltweit auf neue Jahres- oder Allzeithochs.