Managementkommentar August 2020

In Europa entwickelte sich der Euro Stoxx 50 (+3,1%) besser als der Stoxx 50 (+1,4%). In den USA verbuchte der S&P 500 seinen besten August seit 34 Jahren, und sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 markierten neue Allzeithochs. Der Dow Jones Index legte im August 7,6% zu, der S&P 500 7,0% und der Nasdaq 100 11,0%. Der japanische Nikkei gewann 6,6%. Und der MSCI World (Kursindex, in US$) erreichte ein neues Allzeithoch, nachdem seine Marktkapitalisierung im ersten Halbjahr zwischenzeitlich um 20.000 Mrd. US$ eingebrochen war. Der Index stieg im August um 6,5%, so dass sich seine bisherige Performance im Jahr 2020 auf plus 4,1% verbesserte.
Die Bondmärkte litten im August unter der steigenden Risikobereitschaft in den Märkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg von -0,56% auf -0,39%, während die entsprechende Rendite in den USA von 0,54% auf 0,71% zulegte. Die Internationale Energieagentur reduzierte ihre Prognose für die globale Ölnachfrage aufgrund der weiter eingetrübten Aussichten für den Luftverkehr. Dennoch setzte der Ölpreis seine Erholung fort und stieg von 43 US$ auf 45 US$ je Feinunze. Der Goldpreis notierte zwischenzeitlich erstmals über 2.000 US$ je Feinunze. Doch schließlich litt Gold unter der zunehmenden Risikobereitschaft der Investoren, so dass der Goldpreis im August leicht von 1.975 US$ auf 1.968 US$ je Feinunze sank. Mitte August erlitt der Goldpreis kurzzeitig einen Schwächeanfall und verlor 5,7%, was den größten Tagesverlust seit 2013 bedeutete.
Deutsche Konjunkturdaten entwickelten sich besser als erwartet im August. Der Ifo-Index legte den vierten Monat in Folge zu und stieg von 90,4 auf 92,6. Konjunkturindikatoren in den USA verbesserten sich stetig. Die US-Wirtschaft schuf im Juli nach ersten Schätzungen 1,764 Millionen neue Stellen, und die Arbeitslosenquote sank von 11,1% auf 10,2%. Mitte August sanken die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zwischenzeitlich erstmals seit dem Corona-Lockdown wieder unter die Marke von einer Million. Der ISM-Index legte von 52,6 auf das Eineinhalb-Jahreshoch von 54,2 zu. Der entsprechende Index für den Dienstleistungssektor erreichte mit 58,1 nach 57,1 das höchste Niveau seit März 2019. Die Konjunktur in China erholte sich weiter. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie blieb stabil bei 51,0, während sich der Index für den Dienstleistungssektor nochmals von 54,2 auf 55,2 verbesserte. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für die Industrie legte von 51,2 auf 52,8 zu. Die chinesische Industrieproduktion lag 4,8% über Vorjahr.
Der weltweite Anstieg der neuen COVID-19 Erkrankungen war ein Risikofaktor im August. In Deutschland erreichte die Zahl der Neuinfizierten zwischenzeitlich wieder die Marke von 2.000. Spanien und Frankreich hatten beide einen sehr starken Anstieg neuer Corona-Fallzahlen. Deutschland erklärte nahezu ganz Spanien inklusive Mallorca zur Corona-Risikoregion. In den USA stieg die Anzahl der Corona-Infizierten auf sechs Millionen. Indien verzeichnete erstmals mehr als 1.000 COVID-19 Tote an einem Tag, und die Anzahl der Infizierten stieg auf über 3 Millionen. Weltweit waren bereits mehr als 25 Millionen an COVID-19 erkrankt, und die Zahl der Covid-19-Toten stieg auf über 700.000 weltweit. Ein Patient in Hong Kong und zwei Patienten in Europa infizierten sich ein zweites Mal mit dem Coronavirus, was Sorgen um die Immunität nach einer Erkrankung auslöste.

* Eigene Berechnungen auf der Grundlage von Daten von Bloomberg Finance L.P.; alle Angaben zur Wertentwicklung von Aktien und Anleihen sind in Euro (soweit nicht anders angegeben). Stand: 31. August 2020

Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient zu Werbezwecken und ist nur für professionelle Kunden bestimmt. DWS ist der Markenname unter dem die DWS Group GmbH & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften ihre Geschäfte betreiben. Die jeweils verantwortlichen rechtlichen Einheiten, die Kunden Produkte oder Dienstleistungen der DWS anbieten, werden in den entsprechenden Verträgen, Verkaufsunterlagen oder sonstigen Produktinformationen benannt. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der DWS International GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht zutreffend oder nicht korrekt herausstellen können. Wertentwicklungen der Vergangenheit, simuliert oder tatsächlich realisiert sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Dieses Dokument und die in ihm enthaltenen Informationen dürften nur in solchen Staaten verbreitet und veröffentlicht werden, in denen dies nach den jeweils anwendbaren Rechtsvorschriften zulässig ist. Der direkte oder indirekte Vertrieb dieses Dokuments in den USA sowie dessen Übermittlung an oder für Rechnung von US-Personen oder an in den USA ansässige Personen ist untersagt.
DWS International GmbH. Stand: 31.08.2020
Weitere Informationen finden Sie unter: www.dws.com