Managementkommentar Mai 2020

In Europa entwickelte sich der Euro Stoxx 50 (+4,2%) deutlich besser als der Stoxx 50 (+1,4%). In den USA legte der Dow Jones Index 4,3% zu, der S&P 500 4,5% und der Nasdaq 100 6,2%. Der S&P 500 notierte erstmals seit Anfang März wieder über der 200-Tage-Linie. Der japanische Nikkei verbuchte einen Monatsgewinn von 8,3%. Und der MSCI World (Kursindex, in US$) erholte sich um 4,6%, so dass der Index seine bisherigen Verluste im Jahr 2020 auf 8,9% eingrenzen konnte.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg leicht von minus 0,58% auf minus 0,45%. Die entsprechende Rendite in den USA beendete den Monat unverändert bei 0,63%. Die Renditen für zwei- und fünfjährige Staatsanleihen in den USA fielen jeweils Richtung 0% und markierten damit neue Allzeittiefs. Der US-Dollar schwächte sich im Mai ab und wertete gegenüber dem Euro von 1,095 US$ auf 1,112 US$ ab. Der Brent-Ölpreis setzte seine Erholung fort und stieg von 26 US$ auf 34 US$ je Barrel. Der Goldpreis, der im Monatsverlauf ein Sieben-Jahreshoch über 1.750 US$ je Feinunze markierte, legte von 1.705 US$ auf 1.732 US$ zu.

Die Aktienmärkte bekamen im Mai Rückenwind von einer weltweit expansiven Fiskalpolitik. In Europa legte die Europäische Kommission Pläne für ein 750 Mrd. € schweres Rettungsprogramm vor, welches 500 Mrd. € an Zuschüssen und 250 Mrd. € an Krediten umfasst. Der Plan sieht vor, dass die EU-Kommission Anleihen im entsprechenden Umfang am Kapitalmarkt platziert. Die deutsche Regierung schnürte ein 9 Mrd. € schweres Rettungspaket für die Lufthansa. Frankreich kündigte Hilfen in Höhe von 8 Mrd. € für den französischen Autosektor an. China kündigte ein 840 Mrd. US$ umfassendes Konjunkturprogramm an - ein Volumen von ungefähr 6% relativ zum Bruttoinlandsprodukt. Und Japan plante ein Fiskalpaket von 1.100 Mrd. US$, was ebenfalls einer Größe von ungefähr 6% des BIP entspricht.

Einige Konjunkturindikatoren verbesserten sich wieder. In Deutschland erholte sich der Ifo-Index von 74,2 auf 79,5. Der deutsche Einkaufsmanagerindex für die Industrie legte leicht von 34,5 auf 36,8 zu, während sich der Index für den Dienstleistungssektor von 16,2 auf 31,4 stark verbesserte. Der ZEW-Index überraschte mit einem Sprung auf das Fünf-Jahreshoch von 51,0 nach 28,2. Im Euroraum legte der Einkaufsmanagerindex für die Industrie von 33,4 auf 39,4 und für den Dienstleistungssektor von 12,0 auf 28,7 zu. In China zeigten erste Konjunkturdaten eine Erholung. So legte die Industrieproduktion um 3,9% gegenüber Vorjahr zu. Die Einzelhandelsumsätze schrumpften dagegen immer noch um 7,5%. Chinas Exportzahlen für den April lagen wieder 3,5% über Vorjahr, während die Importe noch 14% unter dem Vorjahresniveau notierten. Das Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal wurde von 4,8% auf 5,0% nach unten revidiert. Der US-Arbeitsmarkt stand weiter unter Druck. Im April wurden 20,5 Mio. Stellen in der US-Wirtschaft abgebaut, so dass die USArbeitslosenquote von 4,4% auf 14,7% explodierte. Die Quote lag damit deutlich höher als die Marke von 10,8% vom November 1982, welche das bisherige Rekordniveau nach dem Zweiten Weltkrieg war. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen den zehnten Monat in Folge um mehr als zwei Millionen, so dass sich die Gesamtzahl der letzten zehn Wochen auf über 40 Millionen addierte. In den USA sackte der ISM von 49,1 auf das Elfjahrestief von 41,5.

* Eigene Berechnungen auf der Grundlage von Daten von Bloomberg Finance L.P.; alle Angaben zur Wertentwicklung von Aktien und Anleihen sind in Euro (soweit nicht anders angegeben). Stand: 31. Mai 2020

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DWS International GmbH. Stand: 31.05.2020
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