Managementkommentar August 2019

Korrektur war die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China. Unsere Signale von den Marktbreiteindikatoren zur Steuerung der Aktienquote verschlechterten sich Anfang August und einige drehten in den negativen Bereich. Deshalb wurde die Aktienquote Anfang August von bis zu 100% auf neu bis zu 50% reduziert. Die Reduktion der Aktienquote geschah durch Absicherung über Futures. Der Bicheler Konzeptfonds war per Ende August physisch zu knapp über 97% in Aktien aus Europa und den USA investiert. Anfang September wurde die Absicherung über Futures wieder aufgelöst. Die größten Aktienpositionen per Ende August waren Fiserv, Adidas, Starbucks, Dialog Semiconductor, Synopsys, CompuGroup Medical, Advanced Micro Devices, Evotec, Cintas und Carl Zeiss Meditec. High-Momentum Aktien korrigierten im August etwas stärker als der Gesamtmarkt. Von dieser Entwicklung konnte sich der Bicheler Konzeptfonds über den Monat nicht entziehen und erzielte im August ein Minus von 6,16%. Trotz negativem Monat August beträgt das Plus seit Jahresbeginn 4,49%. Seit Auflage am 10. August 2016 beträgt das Plus 13,02%. Insgesamt befindet sich die globale Konjunktur in einem fortgeschrittenen Zyklus. Dies kann zu einer tendenziell steigenden Volatilität an den Aktienmärkten führen. Um das Timing der Absicherungen weiterzuentwickeln und zu verbessern ist geplant, künftig auch schnellere Indikatoren zur Steuerung der Aktienquote einzusetzen.

„Wir helfen zu heilen“ so lautet das Motto der Eckert & Ziegler AG. Das Berliner Unternehmen gehört zu den weltweit größten Herstellern für radioaktive Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und messtechnische Zwecke. Eckert & Ziegler konzentriert sich auf Anwendungen in der Krebstherapie, der industriellen Radiometrie und der nuklearmedizinischen Diagnostik. Das operative Geschäft teilt sich in drei Segmente: Strahlentherapie, Isotope Products und Radiopharma. Das Unternehmen wurde 1997 als Holdinggesellschaft gegründet. Seit 1999 ist Eckert & Ziegler börsennotiert und im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt am Main gelistet.

Zu den Kunden zählen vor allem Medizingerätehersteller und Kliniken. Der Markt in dem Eckert & Ziegler agiert ist stark reguliert, die Markteintrittsbarrieren sind entsprechend hoch. Für Aufsehen sorgte gerade eine Studie von Hauck & Aufhäuser. Die Analysten bezeichnen das Unternehmen als „Den König der Präzisionsonkologie“. Vor allem die Radiopharma-Sparte profitiert von steigender Nachfrage nach dem Radioisotop Gallium-68 zur Lokalisierung und Behandlung von Tumoren. Der Gallium-68 Generator ist enorm kosteneffizient, die Preisgestaltung entsprechend stark. Eckert & Ziegler befindet sich mit seiner Strategie auf einem beeindruckenden Wachstumspfad. Im ersten Halbjahr 2019 konnte der Konzernumsatz um 10% auf 89 Mio. EUR gesteigert werden. Das Ergebnis pro Aktie legte um 57% auf 2,55 EUR zu. Den größten Wachstumsschub verzeichnete das Radiopharmasegment mit einem Umsatzwachstum um 41% auf knapp unter 22 Mio. EUR. Die weiteren Wachstumsaussichten sind vielversprechend. Insbesondere in China sehen die Berliner noch viel Potenzial. Im Bicheler Konzeptfonds gehört die Aktie mit einem Plus von 153% per Ende August 2019 zu den größten Gewinnern.