Managementkommentar April 2019

Die Vorzeichen waren an den meisten Aktienmärkten auch im April positiv. Unsere Signale von den Marktbreiteindikatoren zur Steuerung der Aktienquote verbesserten sich bereits im Januar deutlich. Deshalb wurde die Aktienquote im Januar wieder erhöht. Im Februar, März und April setzte sich die Erholung der Indikatoren fort. Zudem ist es ein sehr gutes Zeichen, dass gleich mehrere Indikatoren die letzten Wochen von einem sehr tiefen Niveau auf ein sehr hohes Niveau angestiegen sind. Nach ähnlichen Erholungen der Indikatoren in der Vergangenheit entwickelten sich die meisten Aktienmärkte erfreulich. Die Chancen stehen also gut, dass sich die positive Entwicklung weiter fortsetzen könnte.

Der Bicheler Konzeptfonds war per Ende April physisch zu knapp über 99% in Aktien aus Europa und den USA investiert. Die letzte bestehende kleine Absicherung in US Futures wurde im März aufgelöst. Somit beträgt die Netto-Aktienquote per Ende April knapp über 99%. Die grössten Aktienpositionen per Ende April sind Lululemon Athletica, S&T, Cadence Design Systems, Evotec, Advanced Micro Devices, Nordex, Xilinx, Sartorius, Verisign und Nemetschek. High-Momentum Aktien setzten ihre Erholung auch im April fort. Von dieser Entwicklung profitierte der Bicheler Konzeptfonds und verzeichnete über den Monat ein Plus von 3,38%. Somit beträgt das Plus seit Jahresbeginn erfreuliche 14,28%. Seit Auflage am 10. August 2016 beträgt das Plus 23,61%.

Die Welt befindet sich im Wandel. Technische Veränderungen sorgen dafür, dass das tägliche Leben immer stärker von der Digitalisierung geprägt wird. Für viele Unternehmen ergeben sich dadurch neue Herausforderungen. Es entstehen aber auch Chancen. So bietet die französische Solutions 30 viele Lösungen sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen aus einer Hand an. Solutions 30 ist in sechs europäischen Ländern tätig und konzentriert sich auf sechs Schlüsselbereiche. Wichtigster Markt neben Frankreich ist Deutschland. Während in Frankreich zuletzt 65 Prozent der Umsätze gemacht wurden, sind es in Deutschland 15 Prozent – Tendenz steigend. Solutions 30 ist ausserdem in Italien, Spanien, Belgien und den Niederlanden tätig, die weitere europäische Expansion ist eines der vorrangigen Ziele des Konzerns. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Geschäftsbereiche IT/Telekom, Energie, Internet der Dinge, Kassensysteme im Einzelhandel, Sicherheit und Facility Management. Laut eigenen Angaben ist Solutions 30 mit diesem Angebot der führende Anbieter in Europa, was Dienstleistungen rund um den Einsatz neuer Technologien angeht. Auch die Kundenbasis kann sich sehen lassen: Von Samsung oder Vodafone bis hin zu Philips oder Natixis verlassen sich Konzerne aus verschiedenen Branchen und Ländern auf die Expertise der Techniker von Solutions 30.

Der Löwenanteil des Umsatzes wird dabei im Bereich IT und Telekom erzielt. Der Konzern kümmert sich hier um die Installation und Fehlerbehebung von IT-Hardware, bietet aber auch ein komplettes Serviceangebot zur Schulung und Beratung von Einzelpersonen wie auch Unternehmen. Im Telekomgeschäft steht vor allem der Ausbau der Glasfaseraktivitäten im Mittelpunkt. Solutions 30 profitiert davon, dass in Frankreich das ultraschnelle Internet deutlich ausgebaut werden soll. Der stärkste Wachstumstreiber ist derzeit der Energiebereich. Intelligente Stromzähler sind nicht nur in Frankreich auf dem Vormarsch. Die sogenannten Smart Meter sollen die Energieeffizienz verbessern und die Strompreise senken. Durch das Sammeln von Daten zum Stromverbrauch werden Haushalte und Stromnetze besser miteinander verbunden. Spitzenlasten können so reduziert werden, was vor allem in Zeiten der Energiewende, in denen Wind- und Solarkraft schwankende Strommengen produzieren, immer wichtiger wird. Bis 2021 will Frankreich alle Haushalte mit „Linky“ Smart Metern ausrüsten. Die Zahlen sind beeindruckend: 35 Millionen Stromzähler sind aktuell in Frankreich installiert. Die Umrüstung von Altgeräten auf „Linky“ Zähler kostet pro Gerät zirka 150 Euro. Bei 35 Millionen Smart Metern ergibt das Kosten von 5,25 Milliarden Euro. Trotz dieser gewaltigen Summe dürften sich die Smart Meter auszahlen. Denn pro Gerät wird für die Dauer von 10 Jahren mit einer Ersparnis von 50 Euro pro Jahr gerechnet. Solutions 30 ist der Nummer 1 Partner der französischen Netzagentur ERDF, der Marktanteil bei den Smart Metern liegt bei 20 Prozent. Alleine im letzten Jahr ist der Umsatz in diesem Bereich in Frankreich um 49 Prozent auf 47 Millionen Euro gestiegen. Eine weitere Vervielfachung ist möglich, denn auch andere Länder werden dem Vorbild Frankreichs folgen, einer der Gründe für die Internationalisierung von Solutions 30. Neben den beiden Kernbereichen des Konzerns ist Solutions 30 auch noch in weiteren Zukunftsmärkten vielversprechend positioniert. Aktuell spielen hier die Zahlungssysteme eine wichtige Rolle. Das Internet der Dinge und E-Health gelten eher als Investitionen in die Zukunft.

Solutions 30 befindet sich mit seiner Strategie auf einem beeindruckenden Wachstumspfad. Machte der Konzern im Jahr 2017 noch einen Umsatz von 274,5 Millionen Euro, sollen es 2020 bereits 749 Millionen Euro sein. Der Gewinn hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt. Der Konzern profitiert von zahlreichen potenziellen Megatrends und dürfte auch künftig mit starken Wachstumsraten glänzen. Die Aktie wurde im März in den Bicheler Konzeptfonds neu aufgenommen.