Managementkommentar August 2018

Sah es im Juli noch nach einer Trendwende an den europäischen Aktienmärkten aus, so kehrte im August sehr schnell wieder Ernüchterung ein. Während die US-Aktien von einem Rekordhoch zum anderen jagen, hat sich beim STOXX 600 seit Jahresanfang ein trendloses Auf- und Ab ergeben. Es werden zwar keine neuen Tiefs gebildet, aber eben auch keine neuen Hochs. In der tieferen Betrachtung überzeugen Small- und Mid-Caps deutlich gegenüber den Large-Caps. Ein gutes Umfeld für aktive Fondsmanager, da die Selektion der einzelnen Titel gegenüber dem Index Vorteile aufweist. Bei den Sektoren und deren Einzeltitel dominieren Öl & Gas, Medien und Technologie.

Landauf, landab wird das baldige Ende des neunjährigen Aufwärtstrends diskutiert. Keine Frage, dass es viele Themen und Ereignisse gibt und geben kann, die zu einer Baisse führen, wie z.B. die Zuspitzung der Haushaltskrise in Italien, eine Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China, generelle Zunahme des Populismus, die Aufgabe der Anleihenkäufe seitens der Notenbank etc. etc. – bis dato gelten aber folgende Tatsachen: Vier Sektoren (Industrie, Lebensmittel & Getränke, Finanzservice, Chemie) notieren mit maximal 5% unter Ihrem Allzeithoch. Der Referenzindex STOXX 600 selbst liegt 8% vom Allzeithoch entfernt. Danach folgt ein breites Mittelfeld (Immobilien, Haushaltswaren, Bau, Gesundheit, Einzelhandel) mit einem Abstand von maximal 18% vom Allzeithoch. Die Schlusslichter bilden Banken, Telekommunikation und, man staune, Technologie mit Abschlägen zum Höchstkurs von über 77% zum ehemaligen Allzeithoch.

Die zuletzt gesehene Rotation in defensivere Sektoren unterstreicht, dass der Markt noch nicht am Ende ist. Die Anleger und Investoren unterscheiden und allokieren die Mittel vorsichtig. Eine Wende, wenn sie den kommt, geht von den USA aus. Aber auch dort ist noch kein Umschwung erkennbar. Im August holten wir relativ auf. Der Referenzindex verlor 2%, das Sondervermögen legte dagegen um 0,36% zu. Auf Jahressicht gilt es noch einen Verlust von 4,52% aufzuholen.