Rückblick 2018

1. Marktrückblick

Nach der ausgezeichneten Performance von Risikoanlagen im Vorjahr hatte 2018 die Volatilität an den Aktienund Anleihemärkten einen erneuten Auftritt. Gleich zu Beginn des Monats Februar kam es zu drastischen Korrekturen bei Aktien, die auch im März weitere Turbulenzen erlebten. Nach einem ruhigen Sommer kam es im dritten Quartal zu einem erneuten deutlichen Anstieg der Volatilität. In der Folge gaben die Aktienmärkte deutlich nach. Neben den historisch relativ hohen Preisen der meisten Anlageklassen und negativen Effekten durch die schwindende Unterstützung durch die Zentralbanken haben sich auch die wirtschaftlichen Risiken durch die US-Handelspolitik durch die Maßnahmen der US-Regierung in dieser Richtung verschärft. Daneben führten auch zunehmende Rezessionsängste zu einem enttäuschenden Aktienjahr.

In Europa verloren der Stoxx 50 (-10,2%) und der Euro Stoxx 50 (-12%) mehr als 10%. In den USA dagegen verlor der S&P 500 lediglich -0,2% (in EUR). Der US Dow Jones Index schloss noch am 3. Oktober mit 26.800 Indexpunkten auf einem neuen Allzeithoch. Insgesamt konnte der Dow Jones Index das Jahr mit einem leichten Plus von 0,6% (in EUR) abschließen. Der Nasdaq 100 konnte sogar um 4,7% (in EUR gerechnet) zulegen. Der japanische Nikkei kam auch durch den steigenden Yen unter Druck und verlor 4,3%. Und der MSCI World (in EUR) korrigierte um 4,2%. Ähnlich schlecht wie die europäischen Aktienmärkte schloß auch der MSCI EM ab. Er verlor -10,3% (in EUR).

Schwächere Konjunkturdaten mit zunehmenden Rezessionsängsten, der fallende Ölpreis und schwache Aktienmärkte unterstützten Staatsanleihen im vierten Quartal. Anfang Oktober 2018 erreichte die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen in den USA mit 3,25% noch ein Sieben-Jahreshoch, und die Rendite der zweijährigen US-Anleihe markierte mit 2,90% sogar ein Zehn-Jahreshoch. Doch schließlich sank die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf 2,69% im vierten Quartal, und die entsprechende Rendite für deutsche Bundesanleihen fiel auf 0,25%. Die Zinsstrukturkurve zwischen fünf- und zweijährigen US-Staatsanleihen wurde erstmals seit zehn Jahren wieder invers. Der Euro litt unter den schwächeren Konjunkturdaten im Euroraum und wertete gegenüber dem US-Dollar ab. Sorgen um die Weltwirtschaft belasteten schließlich aber auch den Ölmarkt, und der Brent-Ölpreis brach im vierten Quartal auf 51 US$ je Barrel ein. Anfang Oktober stieg der BrentÖlpreis im Vorfeld der Iran-Sanktionen mit 85 US$ je Barrel noch auf ein Vier-Jahreshoch. Jedoch erlaubten die USA überraschend acht Ländern, auch weiterhin Öl aus dem Iran zu importieren. Zudem gab es eine rekordhohe Ölproduktion in den USA und Russland, und die Internationale Energiebehörde senkte ihre Nachfrageprognose für Öl. Der Ölpreis wurde dabei kaum gestützt von den Plänen der OPEC und Russland, die Fördermenge um 1,2 Mio. Barrel pro Tag zu kürzen. Der Goldpreis profitierte von der weltweit zunehmenden Risikoaversion und stieg auf 1.281 US$ je Feinunze.

Der Großteil der Konjunkturtrends im Euroraum schwächte sich im Verlauf des Jahres weiter ab. Frühindikatoren im Euroraum setzten ihren Abwärtstrend fort. In Deutschland sank der Ifo-Index im vierten Quartal mit 101,0 auf ein Zwei-Jahrestief. Ein Großteil der US-Konjunkturdaten entwickelte sich robust. Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 3,4%. Die Konsumausgaben zeigten mit 4,0% das stärkste Wachstum seit 2014. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 3,7% ein 49-Jahrestief. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bewegten sich zwischenzeitlich mit 207.000 ebenfalls im Bereich eines 49-Jahrestiefs.

Die Politik der US-Notenbank bestimmte auch im Jahr 2018 die Märkte. In 2018 gab es insgesamt 4 Leitzinserhöhungen der Fed. Investoren sorgten sich um die Warnsignale der US-Zinsstrukturkurve, nachdem die Rendite für zweijährige Staatsanleihen zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder über die Rendite der

Alle Angaben zur Wertentwicklung von Aktien und Anleihen sind in Euro (soweit nicht anders angegeben). Wertentwicklungen in der Vergangenheit, simuliert oder tatsächlich realisiert, sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Stand: 31. Dezember 2018. Quelle DWS International GmbH.

-1- fünfjährigen Papiere stieg. US-Präsident Trump beklagte sich im November, dass die US-Notenbank außer Kontrolle geraten und für die jüngsten Aktienverluste verantwortlich sei. Ende November überraschte Fed-Chef Powell mit seiner Aussage, dass die Leitzinsen nur noch etwas unter dem neutralen Niveau lägen. Die US-Notenbank hob ihren Leitzins im Dezember um 25 Basispunkte auf die neue Spanne von 2,25% bis 2,50% an und signalisierte zwei weitere Zinsschritte für 2019. An den Terminmärkten wurde dagegen kein Leitzinsschritt der US-Notenbank für 2019 mehr eingepreist.

2. Portfoliorückblick

Aus Multi-Asset-Sicht war das letzte Jahr sowohl für die Aktienmärkte als auch für die Rentenmärkte ein enttäuschendes Jahr. Der Aktienanteil von knapp über 50% im Portfolio blieb im Jahresverlauf unverändert. Auch die Rentenquote blieb übers Jahr bei 28,4% unverändert. Die Quote für Alternatives betrug 18,9% im Jahresverlauf. Insgesamt verlor das Portfolio -4,9% im Jahresverlauf. Unter den weltweit anlegenden ETFs schnitt der Xtrackers MSCI World Minimum Volatility mit einem Plus von 4,62% in EUR gerechnet am besten ab. Am schlechtesten schnitt der ETF auf Schwellenländer-Aktien im Aktienbereich ab. Er verlor in 2018 11,75%. Auch bei den Alternatives war die Performance durchwachsen. Am besten performte der ETF auf globale Immobilienaktien mit einem Plus von +1%. Auf der Rentenseite überzeugte das Engagement in globalen Staatsanleihen (+5,6% in EUR gerechnet). Dagegen verlor der ETF auf Schwellenländeranleihen in 2018 6,5%.

 

* Eigene Berechnungen auf der Grundlage von Daten von Bloomberg Finance L.P.; alle Angaben zur Wertentwicklung von Aktien und Anleihen sind in Euro (soweit nicht anders angegeben). Stand: 31. Dezember 2018

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