Managementkommentar Februar 2019

Die Gegenreaktion der Märkte auf den Ausverkauf im Dezember setzte sich im Februar fort. Der DAX und MDAX erholten sich um jeweils 3%, der EuroStoxx 50 um gut 4%. Die US-amerikanischen Indizes Dow Jones und S&P 500 legten ebenfalls signifikant zu. Treiber für die positive Entwicklung - trotz sich weiter eintrübender Konjunkturindikatoren - waren unverändert die Hoffnung zahlreicher Marktteilnehmer auf zusätzliche Lockerungen der globalen Notenbanken, verbunden mit einem massiven fiskalpolitischen Impuls der chinesischen Regierung. Der FUNDament Total Return konnte sich in diesem Umfeld aufgrund der aktuell marktneutralen Ausrichtung gut behaupten und legte um rund 0,1% zu.

Die Weichenstellung für die kommenden Monate lässt sich exemplarisch am Wachstum der globalen Exporte darstellen. Dieses ist im Dezember 2018 in den negativen Bereich und auf den niedrigsten Stand seit 2008 abgedriftet.  Negative Wachstumsraten der globalen Exporte sind in den vergangenen 20 Jahren nur sehr vereinzelt aufgetreten, u.a. 2008 und 2016. Im Jahr 2016 konnte die Weltwirtschaft durch eine Kraftanstrengung der globalen Notenbanken vor einer Rezession bewahrt werden. Offenbar preist der Markt eine ähnliche Entwicklung für 2019 ein. Diese Einschätzung teilen auch zahlreiche Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, die eine Erholung der operativen Entwicklung im zweiten Halbjahr in ihre Prognose eingearbeitet haben.

Aber ist das wirklich alles so einfach? Können zentral gesteuerte Maßnahmen dauerhaft den Konjunkturzyklus außer Kraft setzen? Können hoch verschuldete Unternehmen (z.B. in USA, China) oder der globale Konsument (dessen Konsum durch das dauerhafte Niedrigzinsumfeld nach vorne gezogen wurde) erneut zum Jagen getragen werden? Zweifel sind zumindest angebracht. Beispielhaft ist anzuführen, dass der Anteil der BBB-eingestuften Unternehmen (gerade noch Investment Grade (IG)) in den letzten Jahren auf einen Wert von knapp 50% der gesamten IG-Anleihen stark angestiegen ist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Unternehmen bestrebt sind, angesichts der Konjunktureintrübung eine Abstufung auf „Ramsch“ zu vermeiden. Die verstärkte Verwendung des operativen Cash Flows zur Schuldenreduktion wird somit z.L. der Investitionen und/oder der Dividenden/Aktienrückkäufe erfolgen, welches sich nachteilig auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken wird.

Die Frühindikatoren im März, angefangen von den Frachtraten für verschiedene Schifftypen bis zu den außenwirtschaftlichen Zahlen der sehr konjunkturabhängigen Wirtschaft Südkoreas für die ersten Tage im März lassen bislang keine Erholung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erkennen. Der FUNDament Total Return bleibt somit marktneutral ausgerichtet mit dem Ziel, durch Generierung von Alpha eine positive Entwicklung des Anteilspreises zu erzielen.