Managementkommentar Juni 2018

Im Juni waren die Vorzeichen an den meisten Aktienmärkten uneinheitlich. Trotz der zunehmenden Erholungstendenzen über die letzten Monate befinden sich viele Aktienmärkte insbesondere in Europa seit Ende Januar immer noch in einem Korrekturmodus. Sorgen, dass sich aus der Ankündigung von US Zöllen durch Präsident Trump ein globaler Handelskrieg entwickelt, der sich unter Umständen immer weiter hochschaukeln könnte und der in der Folge die globale Konjunktur abwürgen könnte sind noch nicht vom Tisch. Unsere Signale von den Marktbreiteindikatoren zur Steuerung der Aktienquote haben im Februar auf Rot geschaltet. Entsprechend hatte der Fonds die Aktienquote reduziert. Nachdem sich die Signale verbesserten, wurde die Netto-Aktienquote im Juni erhöht. Per Ende Juni liegt der Netto-Aktienanteil nach Teilabsicherung bei knapp über 50%.

Auf Indexebene entwickelte sich der DAX im Juni mit -2,37% negativ. Ebenso der breiter gefasste Stoxx600 Index mit -0,82%. In den USA war die Entwicklung etwas besser. Am besten entwickelte sich der Nasdaq100 mit einem kleinen Plus von 1,05%. Der S&P500 gewann 0,48%. Der Bicheler Konzeptfonds entwickelte sich im Juni mit einem Minus von 2,04% leicht negativ. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung im Juni war die enttäuschende Performance von Deutschen High-Momentum Aktien (siehe auch Kommentar unten zur Siltronic AG). Seit Auflage am 10. August 2016 glänzt der Bicheler Konzeptfonds mit einem Plus von 30,98%. Das Sharpe Ratio (welches die Überrendite des Fonds gegenüber dem risikolosen Zinssatz ins Verhältnis zur Volatilität setzt) liegt bei erfreulichen 1,36. Da die Korrekturphase der letzten Monate mit grosser Wahrscheinlichkeit von vorübergehender Dauer ist und nicht das Ende des Bullenmarktes darstellt, sollte der Fonds schon bald wieder neue Hochs in Angriff nehmen.

Der Fonds war per Ende Juni physisch zu zirka 80% in Aktien aus Europa und den USA investiert. Die grössten Aktienpositionen im Fonds per Ende Juni sind Netflix, Align Technology, Intuit, Amazon und Intuitive Surgical.

In diesem Monat möchte ich auf die Siltronic AG einen der Top Performer seit Fondsstart 2016 eingehen. Die Aktie wurde erstmals im Herbst 2016 zu einem Kurs von unter 25 Euro gekauft. Das Unternehmen aus der Chipbranche ist ein Hersteller von Wafern aus Reinstsilicium und hat seinen Hauptsitz in München. Die Produkte des Unternehmens kommen in Computern, Smartphones, Flachbildschirmen, Navigationssystemen, Automobilen Motorsteuerungssystemen und vielen anderen Anwendungen vor. Die Aktie entwickelte sich bis Ende 2017 fast wie an der Schnur gezogen nach oben. Seit Jahresbeginn ist Sand im Getriebe. Die Wafer des Unternehmens werden zur Herstellung von Computerchips benötigt und stellen quasi deren Basis dar. Daher hängt die Geschäftsentwicklung von der Entwicklung der Chipbranche ab. Diese wiederum gilt als zyklisch und es besteht die Befürchtung, dass der Aufschwung bald zu Ende gehen könnte. Zwar glauben viele Analysten, dass die Zyklik der Chipbranche – aufgrund zahlreicher neuer Technologien, wie beispielsweise dem autonomen Fahren – so auf absehbare Zeit nicht mehr gegeben ist. Aber der Spruch „diesmal ist alles anders “ war schon immer der teuerste Spruch an der Börse. Daher glaube ich nicht, dass die Zyklik der Chipbranche komplett vorbei ist. Vielmehr mehren sich die Anzeichen – auch bei Betrachtung von US Halbleiterwerten –, dass der Aufschwung in der Chipbranche bald zu Ende gehen könnte. Zudem sind in der Siltronic Aktie immer mehr Hedge Funds als Leerverkäufer aktiv. Im Juni ging der Kurs um ca. 15% nach unten und gehörte zu den schwächsten Aktien im Fonds. Jeder Aufschwung geht irgendwann einmal zu Ende. Wie es scheint, ist dies bei der Siltronic AG momentan der Fall. Die Aktie gehört Ende Juni nicht mehr zu den besten High-Momentum Aktien und wird Anfang Juli verkauft.