Managementkommentar November 2017

Im November waren die Vorzeichen für europäische Aktien negativ. Obwohl sich die Weltwirtschaft in einem kräftigen, globalen Konjunkturaufschwung befindet, setzte im November eine Konsolidierungsphase ein. Vieles spricht dafür, dass sich der Aufschwung an den Aktienmärkten nach dieser Phase weiter fortsetzt. Auch unsere Marktbreiteindikatoren signalisieren weiterhin ein aussichtsreiches Umfeld für Aktien. Der Stoxx600 Index gab um 1,83% nach, der DAX entwickelte sich mit einem Minus von 1,55% ebenfalls leicht negativ. Ein anderes Bild zeigte sich im November in den USA, wo der S&P500 mit 2,91% ein Plus verzeichnen konnte. Der Nasdaq100 entwickelte sich mit einem Plus von 2,22% ebenfalls positiv. Der Bicheler Konzeptfonds gab im November leider 1,90%

nach. Es war seit Auflage am 10. August 2016 erst der dritte negative Monat für den Fonds.  Massgeblich dazu beigetragen haben Gewinnmitnahmen im Technologiesektor die vor allem gegen Ende des Monats zu beobachten waren. Seit Jahresbeginn glänzt der Fonds mit einem Plus von 24,23%. Seit Auflage am 10. August 2016 beträgt das Plus des Fonds 34,54%.

Der Fonds war per Ende November physisch zu zirka 92% in Aktien aus Europa und den USA investiert. Die grössten Positionen im Fonds per Ende November sind Deutsche Lufthansa,  Wirecard, Aixtron, Siltronic, Evotec, Vertex Pharmaceuticals, Align Technology, Intuitive Surgical, Marriott International und Adobe Systems. Auf Sektorebene ist der Fonds am stärksten in Halbleiterwerten gefolgt vom Dienstleistungssektor, Gesundheitswesen und Biotechunternehmen  gewichtet. Die fünf Länder mit der größten Gewichtung sind die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien.

Nachdem ich in den letzten Monaten in meinem Managementkommentar über die Top Performer im Fonds über den Monat berichtet habe, möchte ich im November auch mal auf den grössten Verlierer des Monats eingehen. Dies war die Evotec AG, ein Wirkstoffforschungs- und

-entwicklungsunternehmen aus Hamburg, das in Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen, akademischen Einrichtungen innovative Ansätze zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte vorantreibt. Die Aktie verlor im November über 31%. Doch was war der Grund?

Einige Shortseller aus dem angelsächsischen Raum sind auf die Aktie aufmerksam geworden und halten Short Positionen. Diese spekulieren auf fallende Kurse und wollen damit Kasse machen. Aktuell sind vor allem BlueMountain Capital Management, AHL Partners LLP, Lakewood Capital Management, Wellington Management Company und Systematica Investments Limited als Shortseller in der Evotec-Aktie unterwegs. Zum Teil sind einige Positionen bereits verringert worden wie beispielsweise bei Lakewood aber es sind auch neue Positionen dazu gekommen wie bei BlueMountain Capital Management. Auch positive Nachrichten von Evotec selbst, wie das Eingehen von strategischen Partnerschaften mit führenden akademischen Einrichtungen in Großbritannien und Italien oder die Hochstufung der Aktie von Analysten führten nicht zu einem Turnaround. Da die Aktie Anfang Dezember aus den Top Momentum Werten herausgefallen ist, wurde Evotec mit einem Plus von über 30% seit Aufnahme im Fonds verkauft.