Managementkommentar Oktober 2018

Der Oktober war für die globalen Aktienmärkte der mit Abstand schlechteste Börsenmonat seit Langem. Der Abverkauf erstreckte sich über alle Branchen. High-Momentum wurden von der Korrektur besonders getroffen. Unsere Signale von den Marktbreiteindikatoren zur Steuerung der Aktienquote drehten Anfang Oktober in den negativen Bereich. Deshalb wurde die Aktienquote Anfang des Monats in einem ersten Schritt auf 75% gesenkt. Im Laufe des Monats wurden weitere Schritte nach unten vollzogen. Dies geschah durch den Verkauf von einzelnen Aktien. Zudem wurde ein Teil der Aktien im Fonds mit Put Optionen und Futures abgesichert. Mit dem Erlös aus dem Verkauf von Aktien wurden kurzlaufende Staatsanleihen von sehr guter Qualität erworben (Deutschland, Niederlande und USA). Im Nachhinein ist es sehr ärgerlich, nicht gleich Anfang Oktober eine signifikantere Reduktion vorgenommen zu haben. Sorry! Es wird mir eine Lehre sein. Der um das Delta der Put Optionen und Futures adjustierte Netto-Aktienanteil liegt per Ende Oktober bei zirka 25%.

Auf Indexebene verlor der DAX im Oktober 6.53%. Nicht viel besser erging es dem breiter gefassten Stoxx600 Index mit einem Minus von 5,63%. In den USA war die Entwicklung auf Indexebene ebenfalls tief rot. Der S&P500 verlor knapp 7%, der Nasdaq100 hat unter der Schwäche von Technologieaktien gelitten und verlor über den Monat knapp 9%. Für den Nasdaq100 war es der schlechteste Monat seit über 6 Jahren und für den S&P500 gar seit September 2011. Der Bicheler Konzeptfonds hatte im Oktober besonders mit der ausserordentlichen Schwäche von High-Momentum Aktien zu kämpfen und erzielte in einem sehr schwierigen Marktumfeld ein Minus von 12,57%. Seit Auflage am 10. August 2016 beträgt das Plus 15,27%. Auch wenn die Korrektur im Oktober heftig war, deuten verschiedene Indikatoren darauf hin, dass die Korrektur bald überstanden sein sollte. Zudem sind die 12 Monate nach den Zwischenwahlen in den USA historisch gesehen die besten Börsenmonate im Präsidentschaftszyklus. Nach der Wahl ging es unabhängig vom Wahlergebnis ordentlich aufwärts.

Der Fonds war per Ende Oktober physisch zu zirka 54% in Aktien aus Europa und den USA investiert. Die grössten Aktienpositionen per Ende Oktober sind O´Reilly Automotive Inc., Verso Corp., Ollie´s Bargain Outlet, Crocs Inc. und NetApp Inc.

Sie sind bunt. Sie leuchten in Giftgrün oder in Pink und haben Löcher wie ein Käse aus dem Appenzeller Land. In erster Linie sind sie einfach sehr bequem. Crocs. Den meisten Leuten ist es auch egal, dass Crocs oft auch als die hässlichsten Schuhe der Welt bezeichnet werden. Ursprünglich waren Crocs schlicht und einfach als bequeme Schuhe für Bootsfahrer und Camper gemacht. Nach Boomjahren war die Marke die letzten Jahre nicht mehr so gefragt. Seitdem sich zwei Modedesigner mit völlig irren Kreationen an ihnen versucht haben, sind Crocs wieder total en vogue und beliebt wie nie zuvor. Mittlerweile haben die Gummilatschen ihr Ticket von der Gartenarbeit hin zum Laufsteg gelöst, hinaus auf die Straße und in die Klubszene. Es ist noch nicht lange her, da haben die kunterbunten, klobigen Gummilatschen von Crocs eine sehr gute Figur auf den Laufstegen von Paris und London abgegeben. Crocs hat seit der Gründung 2002 schon 300 Millionen Paar seiner Schlappen verkauft. Jedes Jahr kommen über 10 Millionen hinzu.

Was die Zahlen angeht, so kletterte der Umsatz in den letzten Jahren nur langsam von 1 Milliarde Dollar auf 1,1 Milliarden Dollar im letzten Jahr. Im laufenden Jahr sollen 1,2 Milliarden Dollar erlöst werden. Seit 2012 hatte Crocs mit rückläufigen Gewinnen zu kämpfen, 2015 und 2016 rutschte das Unternehmen sogar in die Verlustzone. Deshalb verordnete der Chef Andrew Rees der Firma eine „Diät“. Das Management drückte die Kosten, machte unrentable Läden dicht und eröffnete in kaufkräftigen Städten neue Läden. Derzeit betreibt Crocs 71 eigene Shops. Seit dem 1. Quartal 2018 macht sich die neue Ausrichtung bemerkbar. Das Unternehmen ist zurück und schreibt wieder schwarze Zahlen. Auch die Verbesserung der Bruttomarge auf über 50 Prozent war ein gutes Zeichen. In Zukunft könnte sich auch der Druck via 3D lohnen. Immerhin hat Crocs schon eine Kollektion aus dem Drucker gelassen. Das würde die Produktionskosten senken und die Margen klettern lassen. Zudem wird der E-Commerce kräftig angekurbelt. Läuft viel über den eigenen Kanal, schlägt das sofort auf die Margen durch. Im laufenden Jahr 2018 wird ein Gewinn pro Aktie von 0,36 Dollar erwartet. Für das nächste Jahr wird von Analysten sogar mehr als eine Verdoppelung auf 0,76 Dollar prognostiziert. Im Oktober konnte sich die Aktie dem sehr negativen Marktumfeld nicht entziehen und gab über den Monat 3,52% nach. Seit Kauf beträgt das Plus im Fonds knapp 30%.